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Die Taufe im Heiligen Geist
Ihnalt
1 Drei Persönlichkeiten Gottes
2 Heiliger Geist vor Pfingstereignis 2.1 Heiliger Geist im Alten Testament
2.2 Prophetien über Heiligen Geist im Neuen Testament
2.3 Heiliger Geist erinnert an Jesu Worte und Taten
2.4 Wiedergeburt und Taufe im Heiligen Geist
3 Pfingstwunder
4 Heiliger Geist nach Pfingstereignis
5 Auswirkungen
6 Schlussfolgerung
7 Anhang


2 Heiliger Geist vor Pfingstereignis
2.1 Heiliger Geist im Alten Testament
Erstmals wird der Heilige Geist im Alten Testament in der Schöpfungsgeschichte, an der er aktiv teilnahm, erwähnt. ([1], 1.Mose 1,1-2 und [1], 1.Mose 2,7) „Die schöpferische, neuschaffende Kraft des Geistes Gottes wurde ganz massiv sichtbar. [...] Im Alten Testament war das Wirken des Heiligen Geistes nur auf bestimmte Menschen, bestimmte Aufgaben und auf bestimmte Zeiten begrenzt.“ [3] So erfüllte Gottes Geist beispielsweise einen Mann namens Bezaleel mit künstlerischem Talent ([1], 2.Mose 31,3-5) und befähigte unscheinbare Männer wie Gideon zu Führungspositionen. ([1], Ri 6,15)
Doch das sollte nicht so bleiben. Immer wieder kündete Gott im Alten Testament eine neue Ära seines Geistes an, wie zum Beispiel durch den Propheten Joel: „Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.“ ([1], Joel 3,1-2)
2.2 Prophetien über Heiligen Geist im Neuen Testament
Auch Jesus sprach prophetisch über den Heiligen Geist:
„Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ ([1], Joh 14, 16-17) Erstaunlich ist, dass Jesus sagt, der Heilige Geist bleibe bei den Jüngern und werde in ihnen sein. Und im Vers 16 redet Jesus im Futur: „Er wird euch einen Tröster geben.“ Es ist also nicht abwegig anzunehmen, dass der Kontakt mit dem Heiligen Geist in zwei Ebenen abläuft: Die, in der der Heilige Geist MIT dem Menschen ist und die, in der der Heilige Geist IN dem Menschen ist.
„Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.“ ([1], Joh 14, 19-20)
Jesus spricht hier von einem bestimmten Tag, an dem die Jünger erkennen, d.h. wirklich begreifen sollen, dass sie zur Gemeinschaft der Persönlichkeiten Gottes gehören. Um das zu erfassen, brauchen sie den Heiligen Geist.
In Vers 23 aus demselben Kapitel, sehen wir, dass dieses Verschmelzen mit Gott die Bedingung voraussetzt, Liebe und aus der Liebe entspringenden Gehorsam gegenüber Gott, zu haben. Um diese tiefe Beziehung mit Gott zu verdeutlichen, verwendet Jesus das Symbol der Wohnung. Dieses wird öfters im Neuen Testament gebraucht, um Folgendes auszudrücken: Der Mensch öffnet Gott die Herzenstür und Gott wohnt in dieser „Wohnung“, d.h. Gott hat Gemeinschaft mit dem Menschen und füllt dessen Herz aus. Der Mensch wurde zur Gemeinschaft mit Gott geschaffen, das ist sein Lebenssinn. Deshalb kann das Herz des Menschen nur dann ausgefüllt und der Mensch erst dann wirklich zufrieden sein, wenn er in diese Gemeinschaft mit Gott kommt und seine Herzenstür offen für diese Verbindung bleibt.
2.3 Heiliger Geist erinnert an Jesu Worte und Taten
„Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ ([1], Joh 14, 26)
Eine wichtige Funktion des Heiligen Geistes war, dass er die Jünger an die Worte Jesu erinnern sollte, die bekanntlich erst später aufgeschrieben worden waren. Aber es ist auch einleuchtend, dass wir diese Verheißung heute noch auf uns anwenden können – sogar sollen. Zwar wurden schon alle Worte Jesu aufgeschrieben und wir können diese im Neuen Testament nachlesen, aber wir bedürfen dennoch in vielen Lebenssituationen der Erinnerung an bestimmte Worte Jesu und seine Handlungsweise, bzw. der Erinnerung an die Apostel als Vorbilder und das Gedenken an die Zukunftsvisionen im Neuen Testament. Einen ähnlichen Gedanken finden wir auch an anderer Stelle: „Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.“ ([1], Mt 10,19-20) In schwierigen Lebenssituationen brauchen wir besondere Kraft und besonderen Trost. Den bekommen wir durch den Heiligen Geist, unter anderem, indem er uns an Bibelverse erinnert und uns die passenden Worte schenkt.
2.4 Wiedergeburt und Taufe im Heiligen Geist
Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn Johannes hat mir Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. [...] Aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. ([1], Apg 1,4-8)
Wieder verheißt Jesus seinen Jüngern das Kommen des Heiligen Geistes. Jetzt wird er noch konkreter: Sie sollen in Jerusalem auf die Taufe mit dem Heiligen Geist warten und dieser wird ihnen die nötige Kraft geben, das Evangelium weltweit zu verkündigen. Wozu aber warten, waren die Jünger denn nicht schon bereit für diesen Dienst? Sie hatten ja schon die Wiedergeburt erlebt, von der Jesus sagt: „Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ ([1], Joh 3,3) Immer wieder hatte Jesus die Wiedergeburt seiner Jünger zum Ausdruck gebracht: „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“ ([1], Joh 15,3) Und: „Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ ([1], Lk 10,20) Jakob Zopfi schreibt dazu in seinem Buch „...auf alles Fleisch“ : „In der Wiedergeburt verleiht der Heilige Geist „LEBEN“, die Taufe im Heiligen Geist verleiht „KRAFT ZUM DIENST.“ [4] Jesus selbst ist das beste Beispiel für diesen Grundsatz: Er trat seinen Dienst auch erst an, nachdem der Heilige Geist bei Jesu Wassertaufe am Jordan über ihn gekommen war.
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