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Möchtest du dass Gott dich schützt? Dann bewahre das Straßengesetz!

 

Es war ein schöner, sonniger Tag als wir beschlossen die Jugendlichen in einer norddeutschen Gemeinde zu besuchen. Vor der Fahrt beteten wir noch, dass Gott uns während der Fahrt segnen möge. Wir fuhren zu dritt in meinem Wagen.



Zunächst verlief die Fahrt bestens. Wir fuhren auf der linken Spur. Während ich eine CD, die ich einlegen wollte, aus dem Etui herausholte, lenkte ich den Wagen mit dem Knie meines linken Fußes. Hin und wieder blickte ich hoch um auf die Straße zu sehen. Das letzte Mal als ich das tat, sah ich wie das Auto auf die Leitplanke zuraste. Unsere Geschwindigkeit betrug ca. 150 km/h. Sofort packte ich das Lenkrad und riss es nach rechts. Natürlich hat mein Körper vor Schreck überreagiert; das Auto kam ins Schleudern und ich hatte es nicht mehr im Griff. Der Wagen drehte sich nach rechts und rutschte mit quietschenden Reifen über die komplette Autobahn zu rechten Seite in die Böschung. Dort überschlugen wir uns mehrmals. Ich erinnere mich noch an alles was geschah. Während der Überschläge hörte ich nicht anderes als die dumpfen Aufprallschläge, das krachende Metall, das sich unter der Last der Verformungsenergie verbog und das splitternde Glas um mich herum. Verwunderlicherweise war nicht mal die Musik, die vorher spielte, zu hören. Bei einer Geschwindigkeit von 150 km/h legt das Auto 41,66 Meter in der Sekunde zurück. Vom Augenblick als ich am Lenkrad zog bis zum endgültigen Stillstand waren es ca. 200 Meter. Folglich dauerte das Ganze etwa 4,8 Sekunden, jedoch kam es mir viel länger vor. Schon nach dem ersten Überschlag habe ich noch gedacht: „Ich habe jetzt verstanden, dass ich falsch gehandelt habe. Es soll jetzt bitte alles aufhören!“. Aber wir überschlugen uns weiter. Auf dem Dach kam dann das Auto zum Stehen. Es war alles wie im Traum. Ich sah das Autoradio, das aus dem Fach herausfiel und verstand nicht was passiert war. Um mich herum war alles zerstört; besonders hat sich die Fahrerseite in die Erde eingerammt. Es war dunkel und ich bekam zum ersten Mal in meinem Leben Platzangst. Wir kletterten durch das offene Loch der zerbrochenen Rückscheibe. Die Menschen die das Geschehen aus anderen Autos heraus beobachteten, blieben stehen und wunderten sich, dass wir noch am Leben waren und auch noch selbstständig aus dem völlig zerstörten Wrack kriechen konnten. Wir hatten auch sonst keine ernsthaften Verletzungen. Gott sei dafür Preis und Dank!

 

Für manch Einen tritt an dieser Stelle eine einzige Frage auf. Warum hat Gott so etwas zugelassen? Wir haben doch vor der Fahrt gebetet, hörten christliche Lieder und taten sonst nichts Besonderes! Fast jeder dachte: „Das war eine Bestrafung von Gott!“ Nach langen Überlegungen kam ich zum Entschluss. Oft versuchen wir etwas was uns passiert gleich als Strafe zu bezeichnen obwohl das was geschah vielleicht andere Gründe hatte. Im 5. Buch Mose 6;16 sagte Gott folgendes zum Volk: „Ihr sollt den Herrn, euren Gott, nicht versuchen,...“. Wenn ich Gott um Segen bitte und während der Autofahrt nicht aufpasse, so ist das nichts anderes als Versuchung. Viele Menschen, aber besonders Jugendliche, fragen sich warum Gott dies oder jenes zulässt, wobei sie die Regeln im Straßenverkehr außer Acht lassen und nach eigenem Belieben fahren wollen. Wenn du unterwegs bist schützt dich Gott solange du die Regeln einhällst; brichst du diese, so bist du auf dich allein gestellt und das kann schief gehen. Möchtest du dass Gott dich schützt? Dann bewahre das Straßengesetz!

Gott segne dich dabei.

 

H.W. (Name der Redaktion bekannt)


 




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