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GABEN

oder:

"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!"

 

5 Brote und 2 Fische, begrenzte Gaben, für Jesus verteilt -

und 5000 werden satt.

Nicht 32000 Soldaten, nur Gideon und 300

setzen die Feinde schachmatt.

 

Ein Stotterer als Führer - Mose, von Gott ausgesandt,

führt das Volk durch die Wüste zum verheißenen Land.

 

Hirten bei der Arbeit - theologisch gleich null.

Zur Anbetung gerufen. Ist das nicht voll cool?

 

Einfache Fischer - von IHM auserwählt.

Ob Jesus vorher ihre Gaben gezählt?

 

Wir schielen nach Gaben, nach Bildung, nach Kraft.

Wenn alles vorhanden - erst dann wird geschafft. 

 

Wo Menschen am Ende, da fängt Gott erst an.

Er liebt leere Hände, die ER füllen kann.

 

 

"Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!" (2.Kor.12,9)

 

 

 


SEGEN

mehr als Erfolg

mehr als Gesundheit

mehr als Wohlstand

 

Segen -

ein offenes Herz für die Aufträge Gottes

Hände, die sich gern und beständig falten

Freude auch im tiefsten Leid

Gelassenheit, die aus dem Glauben entspringt

Hoffnung und Bereit-Sein für Seine Rückkehr

 

Segen -

ein offenes Herz für andere

eine Hand, die gerne gibt

ein von Freude durchzogenes Leben, das andere ansteckt

eine Gelassenheit, die nach außen wirkt

eine Hoffnung, die nichts und niemand aufgibt

 

Segen -

ein offenes Herz, das für Dich schlägt,

eine Hand, die mit Deiner verbunden ist

ein fröhliches Gesicht, das Dich am Morgen begrüßt,

ein tröstendes Wort, das Dich gelassen macht

ein Mensch, der mit Dir und für Dich hofft

So segne Dich der lebendige und heilige Gott,

der Vater, der Sohn und der heilige Geist!

 

Segen -

das sind Geschenke Gottes,

unkalkulierbar und nicht zu erzwingen,

nur geeignet für leere Hände!

 

 


Es kommt darauf an

Es kommt nicht darauf an,

geliebt zu werden,

sondern zu lieben.

 

Es kommt nicht darauf an,

zu genießen,

sondern zu schenken.

 

Es kommt nicht darauf an,

sich durchzusetzen,

sondern sich einzusetzen.

 

Es kommt nicht darauf an,

den Frieden zu erwarten,

sondern den Frieden zu schaffen.

 

Es kommt nicht darauf an,

dass Gott tut, was ich will,

sondern dass ich tue, was Gott will.

 

 


Ich weiß nicht

Herr, ich weiß nicht, wohin mich mein Weg heute führen wird.

Ich weiß nur, dass du mich begleitest.

 

Ich weiß nicht, welche Probleme auf mich zukommen werden.

Ich weiß nur, dass du mir deine Hilfe anbietest.

 

Ich weiß nicht, wem ich heute begegnen werde.

Ich weiß nur, dass du uns zusammenführst.

 

Ich weiß nicht, welche Fehler ich machen werde.

Ich weiß nur, dass du mir vergibst.

 

Dieses Wissen führt mich durch jeden neuen Tag auf meinem Weg zu dir.

 

 


Lohn

Wir denken an Lohn und fordern das Recht.

Wer sind wir denn schon? Nicht mehr als ein Knecht.

 

Währ es nicht besser, auf Lohn zu verzichten?

Statt dessen aus Liebe die Arbeit zu verrichten?

 

Der Anspruch auf Lohn verkennt unsere Lage.

Vor Gott sind wir Bettler am Ende der Tage.

 

Der Lohn unserer Sünde heißt ewiger Tod.

Ewiges Leben ist Gabe von Gott.

 

Dafür wollen wir danken und alles ihm geben,

unsere Gaben und Kräfte, einfach alles im Leben.

 

Was er uns gegeben, geben wir ihm zurück.

Ihm dienen zu dürfen, ist Lohn und ist Glück!

 

 


Die schwere Last

Auf hartem Stein, still am Wegesrand,

sitzt müde ein Wandrer, den Stab in der Hand.

Er kann nicht mehr weiter, er ist zu matt,

weil er so viel Schweres zu tragen hat.

Still schaut er im Geiste den Weg, den er kam.

Er fing einst herrlich, mit Sonnenschein an.

Heut denkt er in stiller Wehmut zurück,

jetzt sind es Trümmer, was einst war sein Glück.

Nichts ist ihm geblieben, arm und allein,

muss er bis ins hohe Alter nun sein.

Da krampft sich das Herz zusammen vor Weh,

verlassen mein Gott, am Wege ich steh.

Über dem Denken und all dem Sinnen,

heiß von den Wangen die Tränen ihm rinnen.

Doch nach und nach wird es still in der Brust,

er ist sich der Kindschaft Gottes bewusst.

Drum schaut er im Glauben hinauf zur Höh,

dort wird ja schon klar sein, was ich nicht versteh.

Dann fasst er den Stab und mit schwerem Gang,

zieht Heim er zur Hütte, am Bergeshang.

Legt müd vom Wandern zur Ruhe sich hin,

doch zieht ihm noch manches durch seinen Sinn.

Auf all seine Sorgen, und was er geklagt,

im Träume Gott selbst ihm die Antwort sagt.

Er sieht sich als Pilger von Land zu Land,

recht mühsam wandern im Pilger-Gewand.

Das Ziel seiner Wandrung ist eine Stadt,

die Gott für die Pilger erbauet hat.

Und auf dem Rücken das Kreuz, das er trägt,

es ist jene Last, die Gott auferlegt.

Er wandert mutig, das Ziel winkt von fern,

schon glänzte die Stadt, wie ein goldener Stern.

Doch heiß ist die Sonne, das Kreuz ist so schwer,

 er muss nun ruhen, bald kann er nicht mehr.

Dort steht ja ein Häuschen, so schmuck und klein,

dann nimmt er das Kreuz ab, hier ruht sich´s gar fein.

Als er dann weiter des Weges will gehn,

sieht eine Säge am Wegrand er stehn.

Dann denkt er: „dein Kreuz ist gar lang und schwer,

säg etwas ab, dann drückts nicht so sehr.“

Schnell ist´s getan, es ward leichter die Last.

Er denkt: „Wie gut, dass du´s abgesägt hast!“

Nun geht das wandern bequem und gar leicht,

bald hab ich mein Ziel viel schneller erreicht!“

Bald glänzte die Stadt auf des Berges Höhn,

wie herrlich und schön ist sie anzusehn.

Doch trennt ihn ein Graben von dieser Stadt,

die niergends eine Brücke hat.

Schnell läuft er entlang, er sucht und sinnt,

doch eine Brücke, er nirgendwo findt.

Da fällt ihm sein Kreuz auf dem Rücken ein,

vielleicht könnte das ihm die Brücke sein.

Er nimmt es und schiebts übern Graben her,

doch nun ist´s zu kurz, es reicht jetzt nicht mehr.

Es fehlt ihm das Stück, das er abgesägt,

„ach hätt ich doch nicht, doch nun ist´s zu spät!“

Nun stehe ich hier, so nahe dem Ziel,

und komme nicht hin, weil mir´s Kreuz nicht gefiel.

Er weint und schreit, er klagt sich an,

ist´s eigene Schuld, dass zur Stadt er nicht kann.

Da nahet ein Pilger, der auch ein Kreuz trägt,

von dem, wenn´s auch schwer war, er nichts abgesägt.

Er kommt zum Graben, legts Kreuz darüber hin,

und schnell geht zur Stadt er mit frohem Sinn.

Da denkt der Pilger, „ich will doch seh´n,

ob über dies Kreuz ich zur Stadt kann geh´n.“

Er tritt dann darauf, oh weh es kracht,

mit bitterem Schrei ist er aufgewacht.

Er sieht sich im Zimmer, er ist noch hier.

 „Mein Gott, oh von Herzen danke ich dir!

Es war nur ein Traum, doch die Angst und Qual,

möchte ich nicht erleben zum anderen Mal.

Ich seh nun mein Kreuz an als göttliche Gab,

und säg von demselben niemals was ab.

So muss es sein, wie der Vater es macht,

und geht auch mein Herz durch Trübsal und Nacht.

Ich harre still aus, trag Kreuz und auch Leid,

es ist mir Brücke zur Herrlichkeit.

Und wer von uns allen ein Kreuze trägt,

und davon nur ein kleines Stückchen absägt,

Bruder tu´s nicht, es ist ne göttliche Gab,

und tust du es doch, fällst du hinab.

 


 




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