_registrierung _impressum _nutzungsregeln
_kontakt
_home MAGAZINFORENPOSTAMTMULTIMEDIAE-CARDSFOTOALBUMBIBELEVENTSMESSAGEBOARDSERVICE
SITEMAP SUCHE Mitgliederliste   Drucker freundliche Version
   
 
ONIA >MAGAZIN >Essays >Teenystory 1 >
 
Kurzimpulse
Glauben
Lektionen
Essays
Ich bin unschlagbar
Im Land der Lastmenschen
Carlos und die andere Welt
Autorität
Wünsche und Träume
Menschenwerk
Urteilen und verurteilen
Von der Ich-AG zur GmbH
Odyssee einer Frau
Teenystory 1
Aktionen
Anspiele
Lyrik
Literatur


 
 
  Die Sache mit dem Rastatypen und was Tante Frieda mir dazu erzählt hat

(eine fiktive Geschichte, wie sie jeder x-beliebige Teeny erlebt haben könnte)

 

Wie an jedem Montag, war ich auch an diesem unterwegs zu meiner Lieblingstante Frieda, um eine Runde Tee mit ihr in ihrem Wintergarten zu trinken. Tante Frieda ist echt cool, auch wenn sie fromm ist und manchmal über Sachen spricht, die ich nicht verstehe. Nun ja, ich fuhr also mit der S-Bahn zu Frieda. Hinter mir saß eine Herde kahlgeschorener Typen und zwei Reihen vor mir hockte ein Schwarzer, der immer wieder lässig durch seine Rastas fuhr. Ich dachte gerade noch darüber nach, ob ich den grünkarierten Pyjama oder doch lieber den mit den süßen Bärchen zur nächsten Pyjamaparty anziehen sollte, als die Glatzköpfe hinter mir den Rastatypen blöd anmachten. Schimpfwörter fielen und ich dachte noch, wieso denn niemand von den anderen Fahrgästen diesen möchte-gern-Hooligans den Mund stopfte. Aber keiner rührte auch nicht den kleinsten Zeh, um dem armen Typen zu helfen und die Glatzköpfe wurden nun richtig gemein... Ob ich wohl aufstehen sollte? Aber was ging mich eigentlich dieser Typ an? Ich kannte ihn schließlich gar nicht, diesen Schwarzen, der sich nun nicht mehr lässig, sondern ziemlich nervös durch die Haare fuhr. Ich wusste, dass mich die Hooligans auch blöd anmachen würden, wenn ich ihnen dazwischenfunken würde und so hielt ich meine Klappe, auch wenn mein Gewissen mich dabei biss wie eine wildgewordene Biene. (Oder sind das die Wespen die stechen? Ich verwechsele das nämlich immer. Naja, ist in diesem Zusammenhang ja auch völlig schnuppe...) Mensch, muss ich mich denn für allen Murks in dieser Welt verantwortlich fühlen? Ist ja wohl mein gutes Recht, mich mit heilen Knochen aus der Affäre ziehen zu dürfen! Das meinte ich wörtlich, denn bei wilden Sprüchen beließen es die Glatzköpfe leider nicht. Bei Station 1C schleppten sie den Armen mit hinaus und während sich die Türen noch schlossen, sah ich wie sie ihm mit ihren hässlichen Stiefeln in den Bauch traten... Ich schaute mich im Abteil um: Jeder schien nur seine eigenen Fußspitzen zu sehen. Das machte mich furchtbar wütend! Und auch traurig, weil ich ja selber nichts als meine Fußspitzen sah. Ich habe mich noch nie so verachtenswürdig gefühlt, wie in diesem Augenblick...

 

 



Tante Friedas Haus ist klein, aber bequem. Man sieht es schon von weitem, weil Tante Frieda an jedem Fensterbrett einen Topf voller bunter Geranien stehen hat. Das Erste was ich an diesem Montag bei Frieda, meiner Lieblingstante, tat, war sich kräftig an ihrer Schulter auszuheulen. Frieda ist ein prima Kerl: Sie stellt erst Fragen, wenn die Tränen versiegt sind und der Tee auf dem Tisch steht. Ich erzählte Frieda die ganze Story, haarklein. Dabei sah ich nur ihren Kater Pablo an, weil ich mich zu sehr schämte. Frieda holte ihr Buch. Die Bibel, die sie bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten hervorkramt, um daraus einen Spruch zu lesen. Ich dachte noch, da kann sie lange suchen, über Glatzköpfe und Mobbing findet sie da eh nichts. Aber ich täuschte mich. Frieda kennt sich nämlich ziemlich gut aus in ihrem Buch. Sie las, dass es keine größere Liebe gäbe, als wenn jemand sein Leben für seinen Freund hergeben würde (Joh 15,13). Und erzählte mir dass Jesus das tatsächlich gemacht hatte. Dieser Jesus hätte sich aus Liebe zu allen Menschen freiwillig kreuzigen lassen, stellt euch vor! Frieda meinte, dass wir dem Beispiel folgen sollten. Ich verstand was sie mir sagen wollte. Dass man sich für Andere und für das Richtige einsetzen soll, egal welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Frieda ist einmalig, ich glaube sie hätte den Glatzköpfen so richtig ihre Meinung gesagt, DAS hätte ich zu gerne miterlebt! Vielleicht ist es doch nicht so übel, ihr Buch, dachte ich nur. Schließlich gibt es da Tipps, die man im echten Leben anwenden kann. Aber wie dieser Jesus bis zum Ende durchgehalten hat und nicht einfach abgehauen ist, versteh ich immer noch nicht ganz. Wo er wohl den Mut und die Überzeugung dafür hernahm? Vielleicht sollte ich Frieda einfach mal fragen, am besten gleich nächsten Montag. Sie wird es wissen.

 

 

...was wohl aus dem Rastatypen geworden ist? Jesus, der hätte bestimmt nicht so feige wie ich nur auf seine Fußspitzen gestarrt...

 

 

Jenya Mae


 




16.06.09 15:00
Jemen: Ermordete Deutsche waren Bibelschülerinnen

Sie waren Studentinnen an einer Bibelschule, absolvierten im Jemen ein Praktikum in einem Krankenhau...

[mehr]

26.05.09 12:00
Usbekistan: Die Bibel und Mel Gibsons "Passion" verboten

In der karakalpakischen Region im Nordwesten Usbekistan sind die Bibel, der Passions-Film von Mel Gi...

[mehr]

24.05.09 04:00
Wenn es keinen Gott gibt....

Wieso gibt es dann eine Kampagne gegen Ihn?

Warum ist dann sein Wort (die Bibel) das...

[mehr]

16.05.09 13:00
Missionskonferenz "CDH-Stephanus" 2009

 

Es hat schon irgendwie eine Tradition, die Konferenz, veranstaltet von CDH-Stephanus.

In diesem...

[mehr]

11.05.09 02:00
PBC Werbespot zur Europawahl 2009
Einsatz in den USA
[mehr]


 
       
     
 


[ MAGAZIN | FOREN | POSTAMT | MULTIMEDIA | E-CARDS | FOTOALBUM | BIBEL | EVENTS | MESSAGEBOARD | SERVICE ]
[ Kontakt | Nutzungsbedingungen | ONIA Unterstützen ]
[ © 2007 by ONIA - Impressum ]