Als Jesus zum Himmel aufgefahren war und die Jünger einige Zeit in Jerusalem gewartet hatten, war es dann soweit.
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. ([1], Apg 2, 1-4)
Nun erfüllte sich, was Jesus in Apg 1,5 prophezeit hatte: Die anwesenden Christen erlebten die Geistestaufe. Es ist hier wichtig zu betonen, dass alle, die mit dem Heiligen Geist getauft worden waren, in neuen Zungen, d.h. ihnen völlig fremden Sprachen, beteten. Viele Theologen behaupten in diesem Zusammenhang, der Pfingsttag sei doch einmalig. Nun, das stimmt: Das Pfingstereignis selbst ist einmalig und nicht wiederholbar! Aber eine persönliche Pfingsterfahrung, das Erfülltwerden des Einzelnen mit dem Heiligen Geist ist auch heute noch erlebbar.
Wo ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn, wenn der ihn um einen Fisch bittet, eine Schlange für den Fisch biete? Oder der ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion dafür biete? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“ ([1], Lk 11,11-13)
Da man bei der Bekehrung für gewöhnlich nicht um den Heiligen Geist bei Gott bittet, oft sogar eine sehr ungenaue Vorstellung von diesem hat, handelt es sich hierbei wohl um konkretes Bitten um den Empfang des Heiligen Geistes, nachdem man schon ein Kind Gottes geworden ist, d. h. die Wiedergeburt erlebt hat.