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  Im Land der Lastmenschen

 

Es war einmal ein kleines Mädchen, das im Land jenseits des roten Kirschmeeres im Land der Lastmenschen lebte. Die Lastmenschen hießen Lastmenschen, weil jeder einzelne von ihnen schon in seiner frühesten Kindheit eine Last an seinen Fuß bekam. Manche sogar an beide Füße, wie zum Beispiel besonders jähzornige Menschen. Natürlich mochten diese Menschen ihre Last nicht, weil diese sie oft behinderte und sehr schwer und ermüdend war. Da aber jeder im Land der Lastmenschen eine Last an seinem Fuß trug, machten sie sich keine großen Gedanken über ihre Last. Sie dachten einfach, es müsse so sein. Und so trug jeder seine Last – von Generation zu Generation.

Eines Tages überquerte das kleine Mädchen das rote Kirschmeer und kam in das Land der fröhlichen Menschen. Das Mädchen wollte herausfinden, warum die Menschen im Land der fröhlichen Menschen so fröhlich waren. Sie fragte gleich den ersten, dem sie im Land der fröhlichen Menschen begegnete, sobald sie aus ihrem Boot gestiegen war. Der alte Mann stützte sich auf seinen Stock, neigte sein weißes Haupt bedächtig und lächelte das Mädchen geheimnisvoll an: „Sieh dich gut um, kleines Mädchen aus dem Lastmenschen-Land und du wirst selber hinter das Geheimnis unserer Fröhlichkeit kommen...“
Der Alte lächelte noch einmal sein stilles fröhliches Lächeln, blickte ihr dabei bedeutungsvoll in die Augen und ging seines Weges.

 



Als das Mädchen ihm nachdenklich nachsah, stutzte es plötzlich – der alte Mann trug keine Last an seinem Fuß! Das kleine Mädchen sah zum ersten Mal in seinem Leben einen Menschen ohne Last und es war sehr erstaunt. Es lief weiter, um zu sehen, ob die anderen Menschen in diesem Land ebenfalls ohne Fußlast lebten und tatsächlich – auch die anderen Menschen im Land der fröhlichen Menschen hatten keine Last an ihren Füßen befestigt! Das Mädchen kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und zum ersten Mal in seinem Leben fragte es sich, ob es möglich wäre die Last auszuziehen.

Zaghaft bückte es sich und zog die dicke Schnur, die um seine Knöchel gebunden war, auf. Erstaunt merkte das kleine Mädchen, dass es sehr einfach war die Schnur aufzuziehen und die Last abzulegen. Vorsichtig machte es ein paar Schritte. Es war wundervoll – das Mädchen fühlte sich plötzlich so leicht und unbeschwert! Sie machte ein paar Luftsprünge und unwillkürlich legte sich ein Strahlen auf ihr Gesichtchen. Wieso legt denn niemand seine Last ab im Land der Lastmenschen, wenn es doch so einfach ist, fragte es sich erstaunt. Vielleicht lag es daran, dass die Lastmenschen sehr bequem waren und sich ungern bückten? Oder vielleicht wussten sie einfach nicht, dass es so einfach ist, die Last auszuziehen? Plötzlich bekam das Mädchen ein großes Verlangen allen Lastmenschen zu erzählen, wie leicht es sich ohne der Last am Fuß laufen ließ und dass man so fröhlich dabei wurde, wenn man ohne Last Luftsprünge machen konnte. Das Mädchen lief mit großen Schritten zu seinem Boot zurück, um sich auf den Weg zum Land jenseits des roten Kirschmeeres zu machen...



Das Märchen vom kleinen Mädchen, dass seine Last auszog – einfach nur ein Märchen, oder doch mehr?
Haben wir Menschen nicht ebenfalls die Möglichkeit frei zu werden von unseren Lasten, von unseren Sünden? Von all dem, was wir am liebsten ungeschehen machen möchten?
Die Bibel sagt uns, dass wir unsere Lasten und Sünden bei Jesus Christus ablegen können, der mit seinen Tod die logische Konsequenz allen Übels getragen hat, nämlich die Strafe. Und wir Menschen bekommen eine zweite Chance und dürfen fröhlich sein! Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden! Unsere Chance ist lauter Gnade – kein Verdienst! Und so wie das kleine Mädchen aus dem Lastland seine Last auszog und es den anderen Menschen im Lastland jenseits des roten Kirschmeeres erzählte, so haben auch wir die Möglichkeit unsere Lasten abzulegen und unseren Mitmenschen davon zu erzählen...

 


In diesem Sinne wünscht dir das ONIA-TEAM eine gesegnete Karwoche und ein Auferstehungsfest unseres Herrn Jesus Christus, indem du immer wieder Zeuge für den ursprünglichen Sinn des Festes sein darfst!

Onia-Osterlesetipp: Wer zu den Feiertagen eine Lektüre lesen möchte, dem sei das Buch „Die Sieben Worte Jesu am Kreuz“ von Charles Haddon Spurgeon wärmstens empfohlen. Der Prediger Spurgeon schafft es auch in diesem Buch auf seine typisch klare Art, dem Leser die Gnade Gottes und das Wesen Jesu ans Herz zu legen. Es geht Spurgeon ausschließlich um die Verkündigung von Gottes Botschaft an uns Menschen. Das spürt man beim Lesen sehr deutlich und somit wird das Buch zu einer eindringlichen Predigt.

 

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