„Vater Unser, der Du bist im Himmel...“ - dieses Gebet brachte Jesus seinen Jüngern bei. Er forderte sie auf seinem Beispiel zu folgen und in derselben Art und Weise zum himmlischen Vater zu beten. (Vgl. Mattäus 6, 9-13) Glaubensbrüder und Glaubensschwestern auf der ganzen Welt beten das Vater-Unser in den unterschiedlichsten Sprachen. Die meisten dieser Sprachen sind Lautsprachen, das sind Sprachen bei denen die Kommunikation mittels Verbalität funktioniert. Ebenso nutzen Menschen rund um den Globus visuelle Sprachen: die Gebärdensprachen (GS). Über die Jahrhunderte hinweg haben sich die Gebärdensprachen im Alltagsleben gehörloser Menschen in den einzelnen Ländern ausgebildet (sogar mit regionalen Dialekten!) und sind eigenständige Sprachen mit eigener Grammatik und Lexik. In der GS sind nicht nur die „Wörter“, also die Gebärden wichtig, sondern ebenso die Mimik und die Körperhaltung und nicht zuletzt das passende Mundbild (der Mund formt die Worte, die gerade gebärdet werden). Das folgende Video ist in der Deutschen Gebärdensprache (DGS) aufgenommen.
Für diejenigen, die gerne mehr über die Gebärdensprache und die Kultur Gehörloser erfahren wollen, hier eine kleine Zusammenstellung interessanter Links:
http://kestner.de/ Karin Kestner ist Gebärdensprachdolmetscherin und setzt sich unermüdlich für die Belange Gehörloser und Schwerhöriger ein – was sie bewirkt mit ihrem Einsatz und dem Aufbau eines speziellen Verlages für Gehörlose und Eltern gehörloser Kinder ist beeindruckend! Ihre Webseite ist übrigens eine wahre Fundgrube...