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  Der Baum

 

Ein wunderschöner großer Baum steht in einem Garten. In diesem Jahr hat er wunderschöne Früchte hervorgebracht. Doch rundherum, blüht leider nicht all zuviel.

 

Eines Morgens kommt der Herr des Gartens zu dem Baum und sagt:

„Du, ich muß Dir leider deine großen Äste abschneiden.“

Der Baum wirkt erschrocken und erwidert:

„Aber Herr, warum das denn? Habe ich nicht all die Jahre immer meinen Zweck erfüllt? Sie mußten sich nicht einmal großartig um mich kümmern, ich habe immer meine Frucht gebracht, ich habe Ihnen immer Schatten gespendet, wenn Sie von der Arbeit müde waren und sich unter mir ausgeruht haben. Und meine Früchte waren doch auch OK. Und Krank und alt bin ich doch auch nicht. Wenn Sie das nun machen, dann kann ich nicht mehr die Frucht bringen die ich zuvor gebracht habe.“

Der Herr braucht nicht lange bis er antwortet:

„Ja du hast recht, und dafür bin ich Dir sehr dankbar aber, das du mir nun weiter hin zum nutzen sein wirst, muß ich deine Äste absägen!“

Der Baum schweigt, er denkt nach und meint dann entschlossen:

„Herr, wenn es sein muß um weiter meinen Dienst zu bringen, dann tun Sie es!“

Der Herr des Gartens, macht sich an die Arbeit und beschneidet den Baum. Es blieben nur noch ein paar kleine Reste und der Baumstamm übrig.



Am nächsten Morgen kommt der Herr wieder in den Garten und meint zu dem Baum:

„Ich komme nicht drum herum, ich muß dich fällen!“

Der Baum muß etwas warten bevor er durcheinander fragt:

„Herr, wie war das? Hab ich das richtig verstanden? Sie wollen mich fällen? Nun ganz abhauen? Ich werde dann aber doch tot sein. Ich kann doch nicht mehr meinen Dienst tun! Dafür, wofür ich eigentlich gewachsen bin. Herr, muß es wirklich sein?“

Der Herr muß auch nun nicht lange überlegen und meint:

„Wenn du mir wirklich weiterhin nützlich sein willst, auch wenn du tot bist, dann willige ein, nur so, kannst du mir den Dienst schenken, den ich brauche. Nur so kannst du mir mehr nützlich sein als zuvor!“

Wieder muß der Baum überlegen. Er sieht sich in einer Zwickmühle, und meint dann schließlich:

„OK Herr, wenn es wirklich das einzige ist, womit ich im Moment dienen und nützlich sein kann, dann machen sie, was nötig ist.“

Er fällt den Baum, schneidet ihn durch und höhlt ihn aus. Mit diesem Holz baut der Herr des Gartens eine Wasserleitung von einem Fluß in seinen Garten. Und das erste mal, können die anderen Blumen wachsen und gedeihen, die anderen Früchte reifen, und der Garten, wird wunderbar und schöner als zuvor.

 

Genauso ist es auch mit uns. Oftmals wollen wir so bleiben wie wir sind. Aber uns ändern lassen von Gott? Oder uns an den Posten stellen lassen an dem Gott uns möchte? Nein, das geht nicht, das können wir nicht zulassen, das würde uns ja weh tun wenn Gott uns fällen würde, und wir uns demütigen müßten, sodas alles andere um uns Frucht bringen könnte, nur wir nicht.

 

Ich wünsche allen Gottes Segen, das wir unseren Dienst erkennen und umsetzen, denn jeder Mensch, ja jeder hat eine Aufgabe von Gott bekommen. Und es ist unsere Pflicht, unsere Aufgabe zu erfüllen.

 

Benjamin


 




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