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Patmos – Ort des Segens


Urlaub mit Gottes Wort. Das ist es, was die Freizeitanlage in Altheim bei Horb am Neckar, ihren Gästen bietet. In ruhiger Lage, am Rande des Nordschwarzwaldes liegt auf zwei Hektar Land, die Erholungsinsel für Jedermann. Hier können sich Jugendliche, Mittelaltrige, aber auch Senioren ruhige und vor allem geistlich reiche Tage gönnen.




Eines der Häuser

Es dauert ein Weilchen bis wir von der Autobahn zu der Anlage gelangen. Ein längerer Weg, der durch Felder der dort ansässigen Bauern führt, legt sich vor uns.
Schließlich biegen wir in einen schmalen und steilen Feldweg ein und schlagen uns durch das tief in die Straße herausragende Grün durch. Das Fahrzeug kann nur mühsam vorbeifahren, ohne dass die Zweige an den Seiten streifen. Und plötzlich taucht wie aus dem Nichts ein Freizeitzentrum vor uns auf. Wie eine Lichtung im dunklen Wald. Links ein Haus, das vermutlich bewohnt ist. Ein paar Autos parken auf der Seite. Kinder spielen im Hof. Das Haus wird von Bruder Eduard Stebner und seiner Familie bewohnt.




Fussballfeld

Vor einiger Zeit erwarben drei Familien, der Christengemeinde Irslingen das Anwesen, um es zu einem Ort der Verherrlichung Gottes zu machen. Wir waren dort und haben mit Bruder Eduard, dem Leiter des Anwesens gesprochen.







(Interview mit Oleg Hodot als Reporter)




Grillplatz

REPORTER: Was ist das hier eigentlich?

EDUARD: Das ist hier eine ehemalige Kurklinik. Heute sind hier drei Wohnungen eingerichtet und so Gott es uns schenkt, wird es ein Freizeitort für die Jugend unserer Gemeinden.

REPORTER: Wie kamt ihr auf die Idee etwas derartiges zu machen?

EDUARD: Am Anfang wollten wir hier eine Filialgemeinde gründen, für diejenigen die sich bekehrt haben und aus dieser Gegend kommen. Dies hat uns gezwungen hier ein Versammlungsort zu suchen. Nach langem Suchen bekamen wir dann dieses Angebot. Da es aber etwas zu groß für unsere Anwendungen erschien, war die Überlegung da, ob parallel eine Freizeitstelle für unsere Bruderschaft eingerichtet werden könnte.




Küche

REPORTER: Wie geschah eigentlich der Erwerb?

EDUARD: Mit vielen Problemen, am Anfang mit viel Angst. Aber wenn Gott etwas lenkt, lenkt Er es auch zum Ziel. Wir haben nach langem Nachdenken die Anlage mit drei Familien auf dem privaten Wege gekauft. Mein Bruder Peter Stebner mit Natalia, seiner Frau, sowie Waldemar Janzen mit seiner Frau beteiligten sich ebenfalls am Kauf.

REPORTER: Wie viele Mitarbeiter beschäftigen sie hier?

EDUARD: Zur Zeit beschäftigen wir noch gar keine, sondern arbeiten selbst. Wir versuchen die Anlage mit den Kräften, die uns zur Verfügung stehen, also mit diesen drei Familien, in Ordnung zu bringen. Die Idee mit der Freizeiteinrichtung kam nachträglich. Zur Zeit sind wir dran die ganzen nötigen Unterlagen zu bearbeiten um alles auf juristischem Wege richtig zu gestalten.

REPORTER: Seit wann gibt es diese Jugendherberge als ein Erholungsort?




Minigolfanlage

EDUARD: Wir haben vor, diesen Sommer den Leuten unsere Dienste mit unseren versuchsweise entworfenen Prospekten anzubieten. Die ersten 300 Stück sind bereits verteilt um zu sehen wie die Menschen es aufnehmen. Gott sei Dank haben sich einige mit Interesse gemeldet aber es ist alles noch sehr neu hier.

REPORTER: Was wird hier eigentlich angeboten?

EDUARD: Wie unser Name schon sagt: Patmos – Erlebnis mit Gott, Gottes Offenbarung hier an diesem Ort und an der Versammlung. Parallel dazu kann man sich hier auch körperlich, in der Natur, im Nordschwarzwald, erholen.

REPORTER: Für wie viele Gäste ist die Anlage geschaffen?

EDUARD: Zur Zeit haben wir hier 50 Betten, die also für 50 Leute, eingerichtet sind. Wir haben aber vor es noch auf 80 – 90 Gästeplätze auszuweiten. Die Möglichkeit zu Zelten ist hier ebenfalls vorhanden.

REPORTER: Was versprecht ihr euch von der Sache, Geld oder Nutzen für Andere?

EDUARD: Geld ist das letzte was wir erreichen wollen. Es tut uns weh, dass es in unserer Brüderschaft, bis heute noch kein Freizeitzentrum gibt, wo Kinder und Jugendliche, aber auch Senioren hinkommen können, wo Seminare stattfinden können. Unser Hauptziel ist es, dass Menschen hier schöne Tage mit Gott erleben dürfen.

REPORTER: Warum sollte man die Freizeit gerade bei Ihnen verbringen?

EDUARD: Wir werben eigentlich niemand mit Gewalt her. Wir möchten nur, dass hier eine warme, christliche Atmosphäre und das Wort Gottes herrscht. Dass Menschen herkommen ohne befürchten zu müssen, dass eine falsche Lehre oder Irrlehre verbreitet wird. So wie unsere Brüder, möchten wir die Lehre in diesem Rahmen praktisch fortsetzen.

 

 

 

 



In der Tat, die Jahre, in denen die Anlage völlig herrenlos stand, sind ihr deutlich anzusehen. Es gibt viel zu tun, und es besteht großer Mangel an Arbeitskräften, sowie an Mitteln. Allein die Unterhaltung des Objekts weist jährlich Kosten, wie Grundsteuer 6.200,- €, Heizkosten 8.000,- € Wasserversorgung 5.000,- €, Strom 6.000,- €, Brandversicherung 1.400,- €, auf. Außerdem kommen noch 3.200,- € monatlich, für die Abzahlung der Kreditraten, dazu.




Versammlungsraum

An Freizeitgestaltung bietet „Patmos“ ebenfalls einiges. Insgesamt neun Minigolfanlagen geben die Möglichkeit sich mal wieder an Konzentration und Genauigkeit zu üben. Am Volleyballplatz kann man dem alten aber bewährten Spiel nachgehen, das sicherlich die meisten kennen. Ein großes Feld kann für Fußball und auch andere Aktivitäten genutzt werden. Die großen Denker unter den Gästen können sich im Freiluftschach gegeneinander beweisen. Die kleinen Gäste dürfen sich gerne auf den Schaukeln vergnügen, während ihre Eltern entspannt in den Sitzecken Platz finden um über Lebenserlebnisse oder die Bibel zu sprechen.




Zimmer

Wir wünschen den drei Familien, die ein solches Risiko auf sich nahmen um einen kleinen Teil zum Wohle ihrer Mitbrüder und Mitschwestern einen Dienst zu erweisen, reichlich Gottes Segen in ihrem kleinem und doch sehr großem Werk.


Reportage: Waldemar Wall & Oleg Hodot
Interview: Oleg Hodot
Artikel: Waldemar Wall


 




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