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Butler des Höchsten

Joh 12,26

Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn [mein] Vater ehren.



Ein Diener – eine Person, die wir uns alle oft wünschen, damit sie uns unsere Aufgaben und Pflichten, die wir so oft versäumen, abnimmt, eine Person über die wir bestimmen können und die uns in allem gehorcht. Doch haben wir schon einmal darüber nachgedacht, dass wir eigentlich alle Diener sind?

Wir sind Diener? Ja und zwar alle ohne Ausnahme. Als Menschen werden wir in die Sklaverei der Sünde hineingeboren und sind damit vom ersten Augenblick unseres Lebens an Sklaven der Sünde. Wir sind scheinbar frei, können tun und lassen was uns gefällt, sind aber letztendlich gebunden und gefangen. Diese Sklaverei der Sünde ist aber nicht der einzige Weg, den ein Mensch einschlagen kann. Im Laufe des Lebens kommt einer, der spricht: „Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach!“(siehe Einleitungsvers) Dieser eine ist der Höchste, der Herr Jesus Christus dessen Worte einen jeden zu einer Entscheidung zwingen. Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon! (Lk 16,13) Die Möglichkeit dem Höchsten zu dienen ist gegeben. Nun ist es eine Sache des Wollens, ob wir Butler Jesu Christi werden.

Jesus Christus ist ein Herr von ganz besonderer Art – einer Art, die wir kein zweites mal antreffen werden. In Lukas 22,25 sagt er, dass die Herrscher dieser Welt ihre Untergebenen unterdrücken und mit Gewalt über sie herrschen, er selbst war aber keines solchen Sinnes. Er verlangt nur das von seinen Jüngern, was er selbst getan hat. Wir müssen uns die Situation einmal vorstellen: Jesus, der so mächtig ist, dass keine Diener nötig hat, der mit einem einzigen Wort Kranke heilt, die Naturgewalten regelt und sogar die Welt entstehen lässt, er, durch den und in dem alle Dinge Bestand haben, erniedrigt sich selbst. Er wird so niedrig, dass er seinen Geschöpfen, die sich allesamt von ihm abgewandt haben ein Diener wird. Jesus heilt Kranke, geht zu den Verachteten, erzählt vom Reich Gottes. Er lässt sich auslachen, verspotten bespucken, schlagen und sogar töten – und das alles nur um uns Menschen eine Alternative zu der Sündensklaverei zu geben.

Als Jesus seinen Jüngern die Füße wusch erkannte Petrus wen er vor sich hatte. Er wollte sich deshalb erst einmal nicht waschen und bedienen lassen. Doch Jesus wusch auch seine Füße und sagte nachdem er fertig war zu ihnen: Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht; denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen; denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Gesandte größer als der ihn gesandt hat. Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut! (Johannes 13,13-17) Er der Herr der Höchste ist uns ein Vorbild als Diener gewesen. Er möchte, dass wir seinen Dienst für uns persönlich annehmen. Er hat uns – mir und dir – gedient, damit wir nun ihm dienen.



Doch was heißt es eigentlich ein Butler des Höchsten zu sein?

Die erste Forderung die Christus seinen Dienern stellt ist eine völlige Hingabe und Treue desselben. In Offenbarung 2,10 sagt er: „Sei getreu bis in den Tod…!“ Nein, das wird uns nicht immer gelingen, aber der Wille und die Bereitschaft dazu muss vorhanden sein, und das ist nicht allzu schwer. Unser Wille, der der Sündensklaverei verschrieben war, wurde nämlich bei unserer Einstellung als Diener, dem Willen des Höchsten untergeordnet. Das hat die Folge, dass sein Wille sich nun auch auf unseren Willen auswirkt. Er wirkt in uns die Bereitschaft zur Hingabe. Und wenn er es will, dass wir treu sind, dann wird er uns auch das Wollen und das Vollbringen schenken. Für ihn ist es kein Ding der Unmöglichkeit, denn er ist der Höchste.

Weiter möchte unser Herr Jesus Christus unsere Liebe für sich in Anspruch nehmen. Er geht darin so weit, dass er spricht: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.“ Er meint damit, dass für seine Diener alle Dinge im Gegensatz zu ihm Nebensache sein sollen. Dass Wichtigste in unserem Leben möchte nur er allein sein. Auch Johannes fordert uns in seinem ersten Brief im vierten Kapitel im 19ten Vers auf: „Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns zuerst geliebt.“(Luther) Die Liebe Jesu soll uns ermutigen ihm auch unsere Liebe zu weihen.

Und zuletzt fordert unser Herr einen unbedingten Gehorsam ihm gegenüber. Doch er wird uns niemals zu diesem zwingen. Er möchte einen Gehorsam aus Liebe, der darauf vertraut, dass er, der Höchste alle Dinge in der Hand hält und weiß, warum wir das eine oder andere zu tun oder zu lassen haben.



Doch was sollen wir tun? Wie dienen wir ihm?

In Matthäus 25,40 heißt es: „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!“ Wir dienen also unserem Gott, indem wir unserem Mitmenschen dienen, und zwar so, wie Jesus Christus uns gedient hat. Das bedeutet, demütig vor dem Nächsten zu wandeln, seine eigenen Interessen zurückzustellen, dem anderen vielleicht bei der täglichen Arbeit helfen, ihm vom Reich Gottes zu erzählen und sich, wenn es so weit kommt auch verachten lassen. Wir sollen das, was Jesus an uns getan hat, an andere Menschen weitergeben. Damit weisen wir sie darauf hin, dass Der Höchste sich auch für sie erniedrigen und kreuzigen lassen hat und geben ihm die Ehre. Eine harte Nuss für uns, von Natur aus egoistische Menschen, die es zu knacken gilt.


Aber Jesus Christus lässt seine Diener nicht umsonst für sich arbeiten. Er möchte, dass seine Diener dort sind oder dort hingelangen, wo er ist, nämlich bei seinem himmlischen Vater in der Herrlichkeit. Wir sind für ihn kostbar – nicht weil wir von uns aus so wertvoll sind, sondern weil er für uns den teuersten Preis gezahlt hat, der jemals gezahlt werden kann. Wir sind nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erkauft, sondern mit dem Blut Jesu Christi. Deshalb wird er uns in dieser schwierigen Aufgabe nicht fallen lassen, sondern mit uns gehen und uns beistehen. Er macht uns Mut uns selbst als Diener hinzustellen, denn wenn wir auf der einen Seite von den Menschen auch Hohn und Verachtung wegstecken müssen, so möchte er uns vor seinem Vater bekennen und der Vater wird uns Ehren. Ja, sein Wort verspricht sogar, dass wir, nachdem wir bis zum Ende ausgeharrt haben, die Krone des Lebens empfangen werden (Offenbarung 2,10) und dass Jesus sich sogar selbst schürzen wird und uns dienen (Lukas 12,37)? Ist es nicht etwas Großes so von dem Allerhöchsten gelobt und geehrt zu werden?


Zum Schluss ein Beispiel:

Ein Weizenkorn versteckt sich in der Scheune. Es wollte nicht gesät werden. Es wollte nicht sterben. Es wollte sich nicht opfern. Es wollte sein Leben retten. Es wurde nie zu Brot. Es kam nie auf den Tisch. Es wurde nie gesegnet und ausgeteilt. Es schenkte nie Leben. Es schenkte nie Freude. Eines Tages kam der Bauer. Mit dem Staub der Scheune fegte er das Weizenkorn weg. Möchtest du auch wie dieses Weizenkorn ein nutzloses Dasein führen oder bist du bereit dich dem Herrn Jesus als ein Diener hinzugeben und damit anderen zum Segen zu sein und selbst gesegnet zu werden? Die Entscheidung liegt bei dir!!!


DerNikki


 




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