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Gedichtesammlung von Alice Eberhardt
Liebe/r Leser/in, ich hoffe, dass auch du durch diese Gedichte Trost, Wiedererkennung, Zuspruch und Zuversicht beim Lesen erfahren kannst.
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Übersicht:
Augenblicke Ich fließe im Strom der Zeit, drehe mich im Kreis der Ewigkeit. Ich schwimme in einem kalten Meer, ohne zu wissen, wohin. Ich blicke auf eine Welt voller Hass, Gewalt und Verderben. Ich frage nach dem Wieso und Warum. Ich bin allein, schreie nach Hilfe. Meine Rufe verhallen im Nichts – doch was bleibt, ist die Wärme des Augenblicks. August 2000
Helfen In unserem Alltag fängt es an, spenden tut kein reicher Mann, wenn er sieht, wie Kinder hungern, Obdachlose unter Brücken lungern. Die anderen helfen doch auch nicht, warum dann gerade ich, verzieht er grimmig das Gesicht. Auf unseren Straßen ein Hilfsbedürftiger lauert, ein ausgesetzter Hund traurig in der Ecke kauert. „Helfen wir ihm“, überlegen wir hin und her, „ihm zu helfen, wäre nicht schwer.“ Doch dann kommt uns in den Sinn: „Wo soll ich mit dem Tier denn bloß hin?“ Oder auch, denken wir, „es ist doch bloß ein Tier. Der Nächste wird schon kommen und dann wird er ja mitgenommen.“ Auf der Straße ein altes Mütterchen steht, mit ihrem Blick um Hilfe fleht. Doch alle gehen vorüber, niemand hilft ihr die Straße hinüber. Drei Straßen weiter muss man weiter gehen, dann kann man das nächste Unglück sehen. Skinheads, stark und groß, werden ihre Aggressionen an einem Schwarzen los. Er schreit und weint, doch niemand will ihn aus der Quälerei befreien. Jeder will ein erfülltes Leben, doch sollte es darin nicht auch Hilfsbereitschaft geben? Sollten wir am Abend nicht in unserem Sessel sitzen und unsere Augen fröhlich blitzen, wenn wir denken, dass wir einem Hund haben ein Zuhause gegeben und Menschen durch unsere Spende glücklich leben? Oder wollen wir einmal alt und grau, zwar in einem wundervollen Bau, denken an unser Leben und einen Trauermantel weben, weil wir nur an uns gedacht und nie jemandem haben eine Freud gemacht?
Oktober 2002 Die Welt Das Leben ist nicht immer leicht. Man ist nur dann ein richtiger Mensch, wenn man etwas erreicht. Viele Träume werden von Mitmenschen zerstört. Wenn man Fehler macht, sind viele empört. So viele Tränen sind geflossen. Und das soll nun das Leben sein? Jeder kann etwas ändern, ob groß oder klein. Doch wenn jeder nur zusieht, wie die Welt zugrunde geht, wenn jeder nur sich selbst versteht – dann ist es schon bald zu spät.
2001
Es tut mir leid - mein Gott Ich weiß es war falsch, gemerkt hab ich es zu spät. Ich habe es vorausgesehen, es sollte anders ausgehen. Ich hätte es verhindern können, einen anderen Weg finden sollen. Jetzt bereue ich es sehr Und fühle mich nun sehr leer. Die Tränen fließen herunter, damit gehen meine Gedanken unter. Ich sehe mich in einer andern Zeit. Eine Zeit, ohne Sorgen und Leid. Du warst mir sehr nah, alles war so wunderbar. Bitte sei wieder hier Und verzeih mir. - es tut mir leid -
11.04.2002
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