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The Art of Love
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|  Die Liebe ist es, die den Christen ausmacht...
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Viele von uns denken bei dem Wort Beziehung vorrangig und die Beziehung, die sich im lateinischen als Eros bezeichnen lässt: die geschlechtliche Liebe zwischen Mann und Frau. Wir vergessen dabei, dass diese nicht die einzige Art von Beziehung ist, die ein Mensch eingehen kann. Die Rede ist von Freundschaft, von der Gemeinschaft untereinander.
Kann diese Gemeinschaft funktionieren? Sie muss, denn sie ist von Gott gewollt. So schreibt Paulus folgende Worte: „In diesem Frieden hat Gott euch alle miteinander berufen; ihr seid ja durch Christus ein Leib.“ (Kolosser 3,15) Ein Leib durch Christus, eine Gemeinde. In seinem Brief an die Kolosser spricht Paulus davon, dass der menschliche Körper der Tempel Gottes sei und wiederum, dass dieser Körper uns alle in Christus vereint. Wir sind zur Gemeinschaft, besser: zur Freundschaft untereinander geboren!
Doch welches Bild finden wir in unseren Gemeinden und Herzen? Wir sind ein großer Haufen Schauspieler, der nur zu gerne jede Schuld von sich weist. Wir zerstören die Gemeinschaft untereinander und bilden Grüppchen, sogenannte Cliquen, die durch das rivalisieren untereinander die Dynamik des Ganzen zerstören. „Leben wir aber im Licht, so wie Gott im Licht ist, dann haben wir Gemeinschaft untereinander.“ (1.Johannes 1,7) Doch ist es uns wirklich das Wichtigste im Licht unter Gottes Führung zu leben? Ist es nicht viel schöner – und vor allem leichter - wenn jeder sein eigenes Leben lebt, sich seine eigenen Luftschlösser baut und sich damit in seine Seifenblase verzieht. Diese bloß nicht durchdringen lassen, denn sie könnte platzen. Geheimnistuerei, Lästerei und Zorn sind die Folgen. Ein jeder will dem anderem nichts Gutes, die Kunst besteht jedoch vielmehr darin, den anderen so zu verletzen, dass man später die Schuld leicht von sich weisen kann. Doch schreibt Johannes in seinem 1. Brief diese Worte: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ In einer anderen Übersetzung wird anstatt dem Wort „Sünde“, das Wort „Schuld“ benutzt. Behaupten wir nun, wir seien ohne Schuld, so sind wir Lügner.
Dabei ist es unsere vorrangigste Pflicht Gemeinschaft zu fördern. Gemeinschaft und Freundschaft ist Gott sogar wichtiger als ein Opfer. Dies wird deutlich, als Jesus sagte, dass ein jeder,wenn er ein Opfer für Gott bringen wolle, er jedoch merke, dass sein Bruder etwas gegen ihn hätte, sich zuerst mit dem Bruder versöhne, und erst dann zurückkomme, um das Opfer zu tun. Es liegt in unserer Verantwortung Gemeinschaft zu fördern – und die Zeit dafür ist jetzt. „Nur wer selber Frieden schafft, wird erfahren, dass seine Gerechtigkeit und Friedfertigkeit Früchte tragen.“ (Jakobus 3, 18) Es ist nicht nur unsere Aufgabe unsere eigenen Beziehungen zu hegen, nein, wir sind auch berufen die unseres Nächsten zu pflegen. Jesus sagte dazu: „Selig sind die da Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen.“(Matthäus, 5, 9)
„Setzt alles daran, dass die Einheit – wie sie der heilige Geist schenkt – nicht durch Unfrieden zerstört wird.“ (Epheser 4,3) Frieden ist das wichtigste, was wir zu bieten haben. Denn an „unseren Früchten“ (Matthäus 7,20), sollen sie uns erkennen. Doch welche Früchte tragen wir, wenn wir selbst untereinander keinen Frieden bewahren können? Wie sollen wir den Missionsbefehl Christi ausführen, wenn wir diesen nicht einmal in den eigenen Reihen durchsetzen können?
Doch welche Ursachen hat es, dass wir keinen Frieden bewahren können? Vor allem ist es die Ehrlichkeit, die uns fehlt. Das Lügen untereinander und miteinander ist wie eine Krankheit, die sich durch eines jeden Geist zieht. Dabei ist der ehrliche Umgang untereinander diewichtigste Tugend: „Eine offene, ehrliche Antwort ist ein Zeichen von wahrer Freundschaft.“ (Sprüche 24, 26)

Dazu gehört jedoch auch, dass man Schönheit nicht der Wahrheit vorzieht. Es ist sinnlos, einen Menschen monatelang mit etwas zu belügen, weil die Wahrheit wehtun würde. Ebenso sinnlos ist der Satz: „Ich will nicht darüber reden, weil ich dich damit verletzen könnte.“ Paulus schreibt hierüber: „Brüder und Schwestern, wenn einer von euch vom richtigen Weg abkommt, dann sollt ihr, die von Gottes Geist geleitet werden, ihn liebevoll wieder zurechtbringen.“ (Galater 6,1)
Ihn liebevoll zurechtbringen. Paulus sagt nicht: „Wenn dieser Mensch jedoch leicht verletzlich ist, so lasset ihn weiter auf den falschen Pfaden wandeln.“ Er fordert von uns, einen jeden auf den rechten Weg zurückzuholen, sollte er diesen verlassen haben. Die Bibel sagt uns: „Wenn du andere zurechtweist, ernstest du am Ende mehr Dankbarkeit, als wenn du ihnen immer nach dem Munde redest.“ (Sprüche, 28, 23)
Doch Offenheit ist kein Freifahrtsschein für ungeschminkte Tatsachen, er ist viel mehr eine Fähigkeit, die uns dabei unterstützt, einem Menschen zu helfen. Ungepflegtheiten, Unfreundlichkeit, Hader – alles Eigenschaften, die einem Christen niemals zugesprochen werden dürfen. Wir sollen vielmehr mit Sanftmut überzeugen. Den richtigen Umgang beschreibt Paulus so: „Einem älteren Mann begegne mit Achtung und rede mit ihm wie mit einem Vater, wenn du ihn ermahnen musst. Die jungen Männer behandle als deine Brüder. Sei zu den älteren Frauen wie zu deiner Mutter und zu den jüngeren wie zu deinen Schwestern, aufrichtig und zurückhaltend.“ (1. Timotheus, 5, 1-2)
Nicht umsonst sagt man, dass Worte tiefere Krater schlagen, als Schläge. Es ist wichtig den richtigen Umgang zu finden und hier sind Schuldzuweisungen der falsche Weg. Demut ist es, die den Weg in die Freundschaft ebnet. Während sie die nötigen Brücken ins Herz eines Menschen baut, ist es Stolz, der diese Brücken wieder einreist. Petrus sagt: „Hütet euch vor Überheblichkeit und Hochmut.“ In den Sprüchen steht: „Hochmut kommt vor dem Fall; aber der Ehre geht immer Demut voraus.“ (Sprüche 18, 12) Es ist also alles andere als intelligent, seinem Gegenüber mit der Einstellung zu begegnen, keinen Fehler begangen zu haben. Erinnern wir uns: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ (1. Johannes, 1, 8) In Demut zu handeln, bedeutet nicht, dass man das eigene Selbstwertgefühl abstellt, sich ausnutzen und verletzen lässt. Es bedeutet viel mehr, dass man sein eigenes Ich-bezogenes Wesen in den Hintergrund stellt, um für Probleme, Sehnsüchte und Emotionen des Bruders, der Schwester oder des Freundes offen zu sein. „Handelt nicht aus Selbstsucht oder Eitelkeit. Seid bescheiden und achtet den Bruder oder die Schwester mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil, sondern an den der anderen, jeder und jede von euch.“ (Philipper, 2, 3) Und: „Es ist unsere Pflicht, die anderen in ihren Schwächen mitzutragen, anstatt selbstgefällig nur an uns zu denken. Jeder von uns soll seinen Mitmenschen zu Gefallen leben, natürlich in gutem Sinn und das heißt so, dass damit die Gemeinschaft gefördert und die Gemeinde aufgebaut wird.“ (Römer, 15, 1) Leider ist in unserer Zeit eher das Gegenteil an der Tagesordnung. Ehrlich gemeinte Freundlichkeit ist eher ein Ausnahmezustand. Alles lebt in einer erdrückenden Idylle, einer geheuchelten Utopie, die wahre Emotionen erstickt, sobald sie entstehen. Dabei sagt uns die Bibel, dass wir in „herzlicher Liebe“ miteinander verbunden sein sollen und „gegenseitige Achtung“ unser Zusammenleben bestimmen muss. Tatsache ist jedoch, dass Meinungen oft erstickt werden, wenn sie der Minderheit angehören.
Wieso aber diese gespielte Atmosphäre? Paulus sagt uns, wir sollen ermahnen, doch realisiert keiner die tatsächlichen Probleme. Es ist unwichtig, ob jemand mit einer WM-Flagge zehn Minuten nach einem Deutschlandspiel in der Stadt umherfährt, ob jemand mal einen Film gesehen hat, oder ein nicht-christliches Buch liest. Dies sind alles Kleinigkeiten, die nur durch Gerede entstehen. Jedoch wird verschwiegen, wie sich die meisten Leute fühlen, wie sie ihre Fassetten tragen und dennoch im Herzen die Liebe Gottes nicht wahrnehmen können, weil sie Angst haben, Menschen zu vertrauen. Es behindert uns und Gott hasst dieses Gerede: „Ein hinterlistiger Mensch sät Zank und Streit und ein Lästermaul bringt Freunde auseinander.“ (Sprüche, 16, 28)

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Gerede verursacht die Spaltung von Gemeinden, die Entstehung sich rivalisierender Gruppen, es verursacht Verletzungen und Misstrauen. Gott sagt uns sehr deutlich, dass er diejenigen zur Rechenschaft ziehen wird, die Spaltungen unter Christen zu verantworten haben. Die Schuldigen sind hier nicht nur in den unteren Reihen zu suchen. Gesetze sind es, die uns in unserem Leben einschränken. Jesus sagt uns ganz deutlich, dass ein jeder, der ihn liebt, seine Gesetze halten wird. Seine Gesetze sind die einzigen, die wir halten müssen. Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth, dass ihm alles nichts bringen würde, wenn er die Liebe zu Gott nicht in seinem Herzen hätte. Es sind meines Erachtens nach die zwei wichtigsten Stellen im Worte Gottes, denn sie sind unmissverständlich und stark. Sie sagen uns, was wirklich wichtig ist.
Wir sollten diese Liebe weitergeben. Die Liebe, die uns auch Jesus entgegengebracht hat. Es ist nicht nur wichtig für unsere Gemeinschaft, unsere Freundschaften, unsere Beziehungen. Es bestätigt zusätzlich auch noch das Doppelgebot der Liebe, welches uns sagt, dass wir Gott unseren Herrn lieben sollen, von ganzen Herzen, Gemüt und aller Kraft und unseren Nächsten wie uns selbst:
„Christus gab sein Leben für uns hin; daran haben wir erkannt, was Liebe ist. Auch wir müssen deshalb unser Leben für unsere Brüder und Schwestern einsetzen.“
1. Johannes, 3, 16
Artur Kronenberg 
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